Ausrichtung der Photovoltaikanlage

Der Ertrag und damit die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage ist von vielen Faktoren abhängig. Dabei geht es nicht nur um die geografische Lage sondern auch um die ganz individuelle Ausrichtung des Daches sowie den Neigungswinkel.

Einfluss der Ausrichtung auf den Photovoltaik Ertrag

Photovoltaik AusrichtungPhotovoltaikanlagen erzeugen den Solarstrom in den Solarzellen durch Umwandlung der Sonnenstrahlung. Solarzellen erreichen nur unter optimalen Bedingungen die höchsten Erträge. Ein wesentlicher Punkt, der den Photovoltaik-Effekt beeinflusst, ist hierbei der Winkel, in dem die Strahlung auf die Zelle trifft. Dabei wiederum spielen die Himmelsrichtung und die Dachneigung eine besondere Rolle. Optimal ist die Ausrichtung natürlich, wenn die Solarmodule Richtung Süden zeigen, weil dann die Sonnenstrahlung in einem optimalen Winkel auf die Zellen treffen kann. Je nach Dachneigung können bei reiner Südlage Erträge erreicht werden, die bei bis zu 100 % liegen. Weicht die Ausrichtung des Daches (oder Hauses) nach Osten oder Westen ab, liegen die erzielbaren Erträge niedriger. Bei einer Ausrichtung des Daches Richtung Südost oder Südwest können aber immer noch Erträge von über 90 % erzielt werden. Selbst bei einer Ausrichtung Richtung Nordost oder Nordwest sind bei günstiger Dachneigung und anderen optimalen Bedingungen Erträge von über 80 % möglich.

Einfluss der Dachneigung

Eine Photovoltaikanlage bringt den optimalen Ertrag immer dann, wenn die Strahlung in einem Winkel von 90 Grad auf die Solarzellen trifft. Da die Sonne im Winter aber deutlich niedriger am Himmel steht als im Sommer, kann der optimale Winkel mit einer fest auf dem Dach montierten Anlage gar nicht immer erreicht werden. Zudem gilt, dass im Norden die Sonne niedriger steht als im Süden. Daraus ergeben sich zusätzliche Unterschiede bei der Ausrichtung der Photovoltaikanlage. Deshalb versucht man, allgemein so gut wie möglich an das Optimum heranzukommen. In Deutschland bringen vor allem Solaranlagen auf Dächern mit einer Neigung zwischen 30 und 35 Grad beste Erträge.

Optimale Photovoltaik Ausrichtung

Die optimale Ausrichtung der Photovoltaikanlage hängt also davon ab, in welche Himmelsrichtung die Anlage zeigt, ob sich das Haus in Nord- oder Süddeutschland befindet und wie das Dach geneigt ist. Berechnungen haben inzwischen ergeben, dass bei reiner Südausrichtung die Dachneigung deutlich von dem Optimalwinkel abweichen kann, ohne dass der Ertrag zu stark leidet. Daher sind hier Dachwinkel bis zu 70 Grad immer noch geeignet. Bei einer Ausrichtung nach Südost oder Südwest sollte die Anlage dagegen nicht zu steil stehen, da es dann Probleme geben kann, indem sie sich selbst verschattet.

Auswirkungen des Sonnenstands

Keine Photovoltaikanlage wird immer zu 100 % ihren optimalen Ertrag bringen, das liegt am Sonnenstand, der sich im Laufe des Jahres verändert. Allerdings sollte man bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung bedenken, dass sich größere Abweichungen von der optimalen Ausrichtung negativ bei der Amortisation bemerkbar machen. Bei einer erwarteten Lebensdauer der Photovoltaikanlage von 20 Jahren kann sich dieser Umstand mit einigen Tausend Euro niederschlagen.

Fazit

Eine PV-Anlage bringt den höchsten Ertrag, wenn sie optimal ausgerichtet ist. Dies umfasst sowohl die Ausrichtung möglichst nach Süden sowie die Dachneigung. Hier gilt für Deutschland ein Rahmen von 30 bis 35 Grad als besonders vorteilhaft. Der optimale Winkel wiederum hängt von der Ausrichtung des Hauses ab, wobei von Südost bis Südwest gute Werte erzielt werden können.

Angebotsvergleich